Musikhörspiel

(von Minu)

In der Musikprojektwoche haben wir ein Hörspiel gemacht und wir waren eine ziemlich bunte Gruppe. Es hat total viel Spaß gemacht. An einem Tag sind wir in das Waldstadtcenter gegangen und haben Geräusche aufgenommen.

Danach sind wir an die Nuthe gegangen und haben da auch Geräusche aufgenommen.

Am Ende von der Projektwoche haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat Geschichten geschrieben und die andere Gruppe hat die Geräusche, die wir aufgenommen haben, mit dem Mund nachgemacht und die dann auch aufgenommen.

Dann wurde alles zusammengeschnitten zu einem Hörspiel!

Stop Motion

(von Patty)

Stop-Motion war ein Angebot in der Musikprojektwoche mit Jeanette. Bei diesem Angebot braucht man ein Handy oder Tablet mit Kamera und man sucht sich irgendetwas aus, das man filmen kann. Dann haben wir mit einer App (Stop-Motion-Studio) Dinge gefilmt. Beim Filmen muss man diese Gegenstände hinstellen und ein Bild machen. Man kann Knete, Lego oder irgendetwas anderes nehmen. Dann muss man sie ein bisschen verschieben und wieder ein Bild machen. Aus diesen Bildern wird dann ein Film/Video. Hinterher kann man Musik aussuchen oder selbst etwas dazu sprechen.

Ich habe Brettspielfiguren genommen. Diese sind gegeneinander gefallen, dann sind sie wieder aufgestanden und haben eine kleine Mauer gebaut. Dann kam eine kleine dicke Figur und hat alles umgetreten. Dann haben sie sich verprügelt und die Figur, die das kaputt gemacht hat, ist weggerannt und die anderen sind ihm gefolgt.

Who escaped?

Die schnelle Antwort ist: Alle!

Es ist eine wirklich schöne Tradition an unserer Schule, dass sich die Sechstklässler-Eltern mit einem besonderen Geschenk beim Team bedanken für die reich gefüllte Zeit, die wir mit ihren Kindern verbracht haben. Manchmal werden wir verwöhnt, manchmal sind wir in der Natur, manchmal lernen und erfahren wir etwas Neues, manchmal werden wir herausgefordert.

Diesmal gab es die ultimative Herausforderung: Wir wurden in einen Escape-Room geschickt. Was die sich dabei wohl gedacht hatten? Uns einschließen zu lassen in einen Raum tief unter der Erde? Befreit euch, wenn ihr es könnt … Nun ja.

Nicht alle konnten dabei sein, aber ein Trupp reiste von Potsdam nach Berlin, dort kamen noch einige dazu, Gaby und Andi waren zu Besuch. Zuerst trafen wir uns zum gemeinsamen Essen. Zum Glück hatten wir einen der letzten warmen Herbstabende erwischt. (Und ich lernte ein schönes neues Wort – „zweiweise“ sollten wir zum Bezahlen kommen. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen …)

Zehn von uns trauten sich anschließend ins Abenteuerspiel. Zwei Dreierteams traten gegeneinander an, eine Vierergruppe musste sich allein durch ein anderes Spiel „knobeln“. Jedenfalls: Grips haben wir und Teamwork können wir auch. Wir sind also alle entkommen. (Über die Spiele verrate ich hier natürlich nichts, falls sich irgendjemand von euch auch einmal dorthin verirren sollte.)

Hinterher saßen wir noch eine Weile auf dem Alex rum, und dass unser Potsdamer Zug Verspätung hatte, war dann gar nicht so schlimm, weil es wirklich Spaß gemacht hat, mal wieder, miteinander.

Und am Tag darauf trafen wir uns alle in der Schule wieder, zum Eltern-Team-Kinder-Tag. Buntes Schulleben, sag ich mal.

Birgit

STADTRADELN 2019

Das Team „Freie Schule Potsdam“ tritt drei Wochen lang gemeinsam in die Pedalen für ein gutes Klima – für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in unserer Stadt. Hier findet ihr mehr Informationen, könnt euch registrieren und unserem Team beitreten.

Was wir gegen Rassismus tun können

Wir können Hilfe holen, wie zum Beispiel die Polizei rufen. Trösten oder selbst eingreifen (nachdem wir die Situation eingeschätzt haben). Darauf aufmerksam machen, dass es total egal ist, wo man herkommt, ob man eine Behinderung hat, ob man gläubig ist, ob man ein Kopftuch trägt oder einfach anders denkt. Ob ein Mann mit ein Mann zusammen ist und welche Hautfarbe er hat. Wir sind alle Menschen und haben die gleichen Rechte und das gleiche Gesetz. Es ist richtig doof und gemein, rassistische Äußerungen zu machen, Menschen zu schlagen oder sogar Häuser von Flüchtlingen anzuzünden. Es ist gemein, dass Flüchtlinge nicht willkommen sind und auch in vielen Ländern nicht aufgenommen werden. Es ist ausgrenzend, wenn jemand wegen dunkler Hautfarbe nicht in einem Fußballverein aufgenommen wird, denn er kann ja trotzdem gut Fußball spielen. Es ist unfair, wenn man ein dunkelhäutiges Kind hat und es deshalb einfach in ein Waisenhaus gibt. Es ist auch fies, ein dunkelhäutiges Kind nicht auf eine Schule aufzunehmen. Auch unfair ist es, wenn man nicht mit einem Kind redet, nur weil es dunkelhäutig ist, aus Afrika kommt, gläubig ist, eine Behinderung hat, anders denkt oder ein Kopftuch trägt. Es ist immer noch kein Grund, Menschen mit dunkler Haut zu verjagen, die Häuser von den Menschen zu verbrennen, die Menschen zu schlagen oder sogar die Menschen selbst zu anzubrennen, zu bekriegen, die Sachen von den Menschen wegzunehmen oder sie einfach zu ignorieren. Dunkelhäutige sind immer noch Menschen. Man darf sie nicht hauen, verjagen, sie wie einen Haufen Dreck behandeln oder gar misshandeln oder etwas anderes. Es ist einfach unfair, so etwas zu machen. Es ist auch unfair, Dunkelhäutigen kein Haus, keinen Schmuck, kein Spielzeug, keine Möbel, keine Klamotten etc. zu geben. Es ist einfach respektlos, so etwas zu machen. Aber es passiert immer noch und überall auf der Welt. Also: Stoppt den Rassismus, nehmt an den Europawahlen am 26. Mai 2019 teil.

Hier noch ein paar weitere Impressionen von heute:

Das Team trommelt …

Hier einige der Teammitglieder, die am 18. November ein paar energiegeladene, kraftvolle, fröhliche und natürlich auch laute Stunden im Samba-Trommelworkshop verbrachten – dem Abschiedsgeschenk der Sechstklässlereltern des vergangenen Schuljahres. So ernst, wie alle wirken, war es überhaupt nicht! Es sind schlicht und einfach höchstkonzentrierte Gesichter zu sehen. (Und mehr Fotos gibt es leider auch nicht, denn gleichzeitig zu trommeln und zu fotografieren war trotz Multitasking-Fähigkeit aufgrund der Höchstanzahl von zwei Händen nicht wirklich möglich.)

Zwischendurch gab es ein wunderbar einladendes und leckeres Buffet.

Auch am darauffolgenden Montag war immer wieder die Rede davon, dass die Energie und Freude weiterhin im Körper stecken, und sogar das Wort „Muskelkater“ tauchte auf …

Vielen, vielen Dank an euch Eltern!

Unsere Schulband

Wir haben in der Schule eine Schulband. Die ist am Montag von 14:30 bis 15:15 Uhr. Wir sind vier Kinder und mit uns macht es Reni, die Mutter von Juri. Wir spielen Schlagzeug, Bass und Keyboard, dazu singen wir auch noch. Aufgetreten sind wir bis jetzt nur in der Schule bei einem Sommerfest und bei einer Weihnachtsfeier. Das ist der Raum, in dem wir üben:

Hier sieht man unsere alte Gruppe bei der Weihnachtsfeier.

Die Band gibt es seit ungefähr zwei Jahren.

(Jurij von doe.de)

Kinder-Uni

Kay und Andi sind am 28. September 2018 mit 25 Kindern der 3. und 4. Klasse nach Golm zur Kinder-Uni gefahren. Nach etwas Wartezeit, überbrückt von einem Bühnenprogramm, wurden sie von zwei Damen zum Vorlesungssaal im Haus für Astrologie geführt. Dann waren sie in einer sehr interessanten Vorlesung über „Schwarze Löcher und fremde Galaxien – woher kommen die ganzen Sterne im Universum?“. Es gab viele tolle Videos und Animationen. Jedoch wurden leider zu wenig Kinderfragen beantwortet, weil die Zeit zu knapp war.

Der Vorlesungssaal war mit über 200 Kindern gefüllt und deshalb auch ziemlich laut. In anderen Häusern gab es auch noch andere Vorlesungen über andere interessante Themen.

Nach ein bisschen Wartezeit gab es ein leckeres Mittagessen (Milchreis mit Erdbeeren oder Apfelmus, Nudeln mit Tomatensoße oder Wurstgulasch und ein kleines Dessert). Die Kinder waren an diesem Tag sehr entspannt, was es den Pädagogen leicht machte. Für beide Pädagogen war es eine Reise in die Vergangenheit: Kay hat seine Kindheit in Golm verbracht und war oft auf dem Campus, Andi hat in Golm studiert. Andi und Kay waren von den baulichen Veränderungen angetan.

Ein toller Tag für alle, gerne im nächsten Jahr wieder!

(Bela im Auftrag von Andi)

Unser rotes „Schwarzzelt“

Die Kohte ist bisher in unterschiedlicher Gestalt zweimal bei der Herbstfahrt und zweimal auf dem Eichhof dabei gewesen. Bei der letzten Liebesschule reichte der Platz im Wald nicht aus für ein hohes „Gebäude“, aber einzelne Kinder haben eines der Kohtenblätter als Schlafplatz genutzt.

„Kröte“

Um den Aufbau kümmert sich die 6. Klasse. Bereits in der ersten Schulwoche üben wir gemeinsam, wie es geht.

Bei der Herbstfahrt können es die Kinder dann schon fast allein. Dort ist die Kohte auch nicht nur ihnen als Unterkunft vorbehalten: In diesem Schuljahr gab es in beiden Kohten eine Altersmischung von Klasse 4 bis 6. Dass die Sechstklässler mehr Verantwortung als die anderen Kinder übernehmen und damit auch mehr leisten müssen, ist für mich ein klarer Bestandteil der Arbeit mit dieser Altersgruppe. Einzelne Jüngere helfen gern und stehen im darauffolgenden Jahr dann schon als erfahrene Mitarbeiter zur Verfügung.

Dass es sehr aufregend und sehr erfüllend sein kann, gemeinsam mit anderen etwas so deutlich Sichtbares zu schaffen, erzähle ich den Kindern nicht: Das erleben sie von allein. Dabei bestehen die meisten auch nicht besonders darauf, dass das Ergebnis nur ihnen selbst gehören soll. Es kann ebenso viel Freude bereiten und mit Stolz erfüllen, etwas für andere zu tun. Und Kindern, die mich fragen, warum sie beim Probe-Aufbau dabei sein sollen, obwohl sie doch gar nicht mit zur Herbstfahrt fahren, erzähle ich halt, dass das bei uns im Schulinternen Curriculum WAT und sogar Kunst („Bauen und Konstruieren“!) verankert ist – für die 6. Klasse ein sehr überzeugendes Argument …

Auf der Herbstfahrt der Oberen Etage 2018

Auf dem Eichhof kommen zu den besonderen Pflichten der Sechstklässler dann auch ein paar besondere Rechte. Dort haben wir endlich die Möglichkeit, den „Riesen-Palast“ aufzubauen und alle Teile zur Dreier-Kohte zusammenzusetzen. Diese ist in erster Linie der 6. Klasse vorbehalten und steht etwas abseits der anderen, so dass wir unseren Großen auch mal ein bisschen Extra-Zeit „Wahrheit, Pflicht, Konsum“ genehmigen können, obwohl längst Nachtruhe ist …

Beim Aufbau der Dreier-Kohte ist im wahrsten Sinne des Wortes einiges zu stemmen, und im vergangenen Schuljahr wurde mir lautstark untersagt, Hilfe zu holen: „Nein, Birgit – bitte! Bitte hol keine Erwachsenen! Wir wollen das allein schaffen!“

Nun ja, das haben sie.

Der wichtige Arbeitsschritt „Wir müssen kurz rangeln, bevor wir die Seitenwände anbauen können“

Die Dreier-Kohte hätte an sich Platz für 36 Menschen, aber so viele sind wir ja gar nicht, und damit wird diese Unterkunft von der qm-Zahl her gesehen komfortabler als die Wohnwagen und die Seminarräume.


Zwei von drei Innenräumen

Nach den Fahrten müssen die Teile zum Lüften bzw. Trocknen aufgehängt werden. Dabei erlebe ich sehr, sehr viel Hilfsbereitschaft im Team.

Und beim Einpacken und Wegräumen sind dann schon wieder die Kinder dabei, bringen Geschick, Ausdauer und ihre „Muckis“ mit, legen die Teile zusammen und schleppen die schweren Kisten in den Lagerraum …

Auch im Schulalltag kann und soll die Kohte hin und wieder auftauchen. Im vergangenen Schuljahr hat die 6. Klasse die Abgabe ihrer Facharbeiten mit Waffeln backen über der Feuerstelle gefeiert.

7. Dezember 2017
(Die Untere Etage hatte zufällig am gleichen Tag den Ofen angeheizt.)

Die Aktion war sehr, sehr rauchig, die Waffeln waren trotzdem lecker, und wir haben’s halt mal ausprobiert …

Wenn die Kohte mit uns verreist, gibt es definitiv ein Mehr an Arbeit, der Auf- und Abbau und besonders das Aufräumen brauchen Zeit und meist ein zusätzliches Engagement von uns Pädagog_innen. Es gibt aber eben auch ein Mehr an besonderen Erlebnissen und Erfahrungen.

Birgit