LER mit Simone

Jeden Donnerstag haben wir im Facharbeitsraum LER. Gestern haben wir Nikoläuse ausgeschnitten und zusammengeklebt und oben ein Loch reingelocht und eine Schnur durchgefädelt und draußen aufgehangen. Wir haben auch einen Würfel gebastelt, mit dem wir nächstes Mal ein Spiel spielen. Der Würfel ist aus Pappe, damit er nicht kaputt geht, und er sieht so aus:

Ich freue mich darauf, dass ich gewinne.

Veröffentlicht unter LER

6. Klasse Obere Etage, Freie Schule Potsdam

Ich arbeite seit diesem Schuljahr als Einzelfallhelfer an der Freien Schule Potsdam.
Ich war früher selbst von der 1. bis zur 6. Klasse auf der Schule. Deswegen war ich sehr erfreut, als ich dieses Jobangebot bekam.
Einige Lehrer kannte ich auch noch von früher, ansonsten hatte ich auch immer mal wieder mit der Freien Schule zu tun.
Zum Beispiel unterstützte ich meinen Vater bei den Dreharbeiten für den Freie-Schule-Film, wo wir unter anderem auf dem Eichhof filmten. Ansonsten kann ich mich noch sehr gut an die Dreharbeiten beim Sommerfest erinnern. Das war für mich sehr bewegend, sowohl früher als Schüler als auch einige Jahre später beim Dreh.
Ich begleite einen Sechstklässler und er ist in der Klasse von Birgit, dadurch habe ich auch meistens mit den Kinder der 5. und 6. Klasse zutun.

Der Tag beginnt mit dem Morgenkreis, hier hat jeder die Möglichkeit, etwas zu erzählen. Egal, ob private Dinge oder Anliegen über den Schulalltag, man muss aber auch nichts erzählen, wenn man sich nicht danach fühlt.
Nach dem Morgenkreis geht es in die 1. Gruppenzeit, sie dauert eine Stunde bis 10 Uhr.
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist von halb bis zwölf Mentorenkreis, hier werden hauptsächlich organisatorische Dinge besprochen, wie zum Beispiel die Planung der Runden Runde oder Ehemaligentreffen und Klassenfahrten.
Die Schüler sind sehr offen und interessiert, und man kommt schnell mit ihnen ins Gespräch.
Die verschiedenen Unterrichtsfächer haben auch unterschiedliche Räume.
Im Deutschraum findet immer der Morgenkreis unserer Klasse statt, ansonsten gibt es noch einen Englischraum, Naturwissenschafts-Raum, Matheraum und einen Musikraum, alles auf der Oberen Etage. Die 2. Gruppenzeit geht dann von 10:30 bis 11:30 Uhr,  anschließend geht es runter in den Essensraum zum Mittagessen.
Die Mittagspause geht bis 13 Uhr, dann ist nochmal bis 14 Uhr Gruppenzeit.
Auch nachmittags haben die Kinder noch die Möglichkeit, in der Schule zu bleiben.
Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, zum Beispiel in der Werkstatt oder im Kletterraum.
Auch der Schulhof bietet einige Optionen, im Sommer ist die Matschkuhle sehr beliebt, ansonsten haben die Kinder zum Teil eigene Beete, wo sie verschiedenen Sachen anpflanzen können. Einen Bolzplatz zum Fußball spielen gibt es auch.
Freitags finden bis zum Mittagessen die Freitagsangebote statt.
Hier bieten die Pädagogen verschiedene Sachen für die Kinder an.
Ein Freitagsangebot bietet Birgit im Deutschraum an, hier verfassen wir verschiedene Texte auf der Homepage der Oberen Etage. Neben den Kindern schreiben auch wir Erwachsene Texte für die Website. Es gibt auch noch viele weitere Freitagsangebote, zum Beispiel Kickern und Fußball spielen auf dem Bolzplatz.

Die Schüler der 6. Klasse fertigen eine Facharbeit an. Hierfür sucht sich jeder Schüler einen Bezugslehrer aus, einmal die Woche treffen sich die beiden, um zu besprechen, wie der Stand ist.
Hauptsächlich fertigen die Schüler die Facharbeit allerdings zu Hause an, gelegentlich gibt es auch die Möglichkeit, in der Schule daran zu arbeiten.

Das freie Lernen und die Selbstständigkeit werden gefördert und es wird probiert, dass der Spaß am Lernen nicht verloren geht. Das Ziel bleibt aber, die Schüler optimal auf die kommende Schulzeit vorzubereiten. Ich empfinde die Schule, wie früher, als sehr lebendig. Die Kinder haben immer Mitspracherecht und es wird viel kommuniziert, die Schüler sollen nicht nur ihre Gruppenzeiten absitzen, sondern zusammen eine schöne Zeit erleben. Vor allem bei den Klassenfahrten erlebt man viel zusammen und sie fördern die Gruppendynamik. Was ich selbst als Schüler auch so wahrnahm, ist, dass man seine Mitschüler bei Fahrten nochmal besser kennenlernt.
Zehn Jahre später hat sich seit meiner Zeit als Schüler rein optisch nicht viel verändert.
Vieles ist noch so, wie ich es in Erinnerung habe und blau ist sie auch noch 😉
Der Unterricht hat sich nach meinem Empfinden allerdings schon etwas verändert.
Man hat die Unterrichtsinhalte etwas angepasst, sodass es mehr dem Unterricht an weiterführenden Schulen ähnelt.
Auf Frontalunterricht wird weiter verzichtet, dafür probiert man in der 6. Klasse, die Schüler mehr mit Sachen zu konfrontieren, die sie zukünftig in der Schule erwarten.
Zum Beispiel mehr Hausaufgaben, Präsentationen und Auseinandersetzung mit Medien und Präsentationsformen.
Ich bin wie früher gerne hier und finde es spannend, die Entwicklung der Schüler an der Freien Schule Potsdam zu beobachten.
Eddie Hans Sende

Extavium

Letzten Dienstag (5.11.19) waren wir im Extavium. Wir haben uns um 9 Uhr getroffen und sind dann reingegangen. Zuerst haben wir eine Wette verloren. (Wir mussten drei Rätsel lösen, und wenn wir es geschafft hätten, hätten wir 50 Euro bekommen.) Dann sind wir zum Einstein-Labor gegangen und haben Glibber-Schleim gemacht. Am Ende haben wir die Luft aus den Schokoküssen gepumpt. Und dann sind wir auch schon gegangen. Es war sehr cool.

Der Vorlesetag

Der Vorlesetag ist ein Tag, wo die ganzen erwachsenen Leute uns etwas vorlesen. Es gibt verschiedene Bücher, die sie vorlesen. Es gibt zum Beispiel Märchen- und Fantasy-Bücher. Ich bin zu dem Buch „Der Zahlenteufel“ gegangen. Das war sehr lustig, weil der Teufel geplatzt ist.

Spaß bei Jeanette

Jeden Donnerstag haben wir Spaß bei Jeanette. Letztes Mal haben wir Briefe für unseren kranken René geschrieben. Manchmal gehen wir an die Nuthe und malen das Wasser und die Pflanzen ab. Wir haben auch schon mal optische Täuschungen gemalt. Ich war nicht so gut dabei. Dafür habe ich meine Freundin Paula gemalt. Sie sah sehr schön aus.

Im Oktober haben wir karierte Papiere ausgemalt. So sieht das dann aus:

„Ich, du, wir“-Tag

Am 30.10.19 hatten wir einen „Ich, du, wir“-Tag zum Thema Müll. Ich war in Wenzels Gruppe. Wir haben im Nuthewäldchen ein kleines Feuer gemacht und Müll gesammelt. Wir haben ziemlich viel Sperrmüll gefunden. Wir haben auch Kleidung, Plastikverpackungen und vieles andere gefunden. Unter einer Matratze haben wir eine große Tasche voller Drogen entdeckt. Wenzel hat die mitgenommen. Ich frage mich, was damit gemacht wurde … Juri will Wenzel gerne fragen.
Am Ende haben wir Kinderpunsch getrunken.

Die 6. Klasse

Bevor ich in die 6. Klasse gekommen bin, war ich ziemlich aufgeregt. Aber eigentlich ist es nicht so schlimm. Es ist wie in der 5. Klasse, nur mit Noten, Hausaufgaben und Tests. Ganz oft, bevor man eine Note bekommt, redet man sich ein, dass man eine 3 oder 4 hat, aber am Ende bekommt man doch eine 1 oder eine 2. Wir bekommen nicht so oft Hausaufgaben, wie ich in der 5. dachte. Ich finde es nicht so leicht, eine Schule zu finden, auf die ich später gehen will.

Die Liebesschule

Früh am Donnerstag haben wir uns getroffen und haben uns in einen Kreis gestellt.

Dann haben wir uns von unseren Eltern verabschiedet und sind zum Hauptbahnhof gelaufen.

Dann sind wir in den Zug nach Polen gestiegen. Nach ca. drei Stunden sind wir angekommen. Als wir am Campingplatz angekommen sind, haben wir die Tarps aufgebaut und haben uns was zu essen gekocht.

Am nächsten Tag hat es geregnet. Wir haben gefrühstückt, haben zusammengepackt und sind zu den Booten gegangen.


Als wir losgepaddelt sind, sind Enna, Enrico und ich gekentert, weil  Enrico das Boot überladen hat. Das Wasser war ziemlich kalt. Danach sind wir ca. sieben Sunden gepaddelt.

Um 20 Uhr sind wir angekommen. Dann haben wir Nudeln gegessen, haben unsere Zelte aufgebaut und sind schlafen gegangen.

In den nächsten Tagen haben wir nicht so viel gemacht. Am Sonntag sind die Jungs auf die Jungeninsel gepaddelt und die Mädchen sind alleine geblieben. Als die Jungs dann weg waren, haben wir mit Tampons und Binden rumgespielt …


In den nächsten Tagen haben wir Holz geholt und gehackt, Essen gekocht und gegessen und am Lagerfeuer gesessen.




Meine Schuhe sind am Lagerfeuer etwas geschmolzen.

Kurz bevor die Jungs gekommen sind, haben wir uns mit bunter Farbe im Gesicht angemalt. Danach haben wir die Jungs empfangen und Linsensuppe gegessen.

Am nächsten Tag war es zu stürmisch zum Paddeln. Deswegen sind wir zum Zeltplatz gelaufen. Ich und Birgit sind in Latschen gelaufen. Wir sind spät abends angekommen. Am nächsten Tag haben wir für das Festessen eingekauft und gekocht. Nach dem Mittagessen hatten wir eine Schatzsuche.



Am Abend haben Enrico und Andi geheiratet.


Danach gab es das Festessen. Die Pädagogen haben uns bedient.

Am nächsten Tag sind wir wieder nach Deutschland gefahren. Als wir angekommen sind, haben uns die Eltern mit einem Picknick überrascht.


Die Herbstfahrt 2019

Die Hintour
Dadurch, dass ich als Grundschüler selbst auf der Herbstfahrt in Dahnsdorf mit dabei war, war ich besonders gespannt, wie ich die Fahrradstrecke und das Gelände jetzt, ca. zehn Jahre später, wahrnehme. Unterschied diesmal, dass ich nicht mehr als Schüler dabei war, sondern als Einzelfallhelfer.
Ich war im Vorhinein etwas aufgeregt, immer wieder ging ich meine Gepäckliste durch am Sonntag, ich dachte dauernd, es fehlt noch irgendetwas.
Am Montag war es dann soweit, mit einem vollbepackten Fahrrad kam ich zur Schule, mit Zelt, Fahrradtaschen, Isomatte und einem großen Rucksack. Nachdem wir unser Gepäck, bis auf die Fahrradtaschen, in das Gepäckauto eingeladen hatten, fuhren wir los, gegen neun Uhr morgens.
Zunächst ging es durch Potsdam, über Potsdam Hauptbahnhof nach Hermannswerder, Richtung Caputh.
Ich war erstaunt, wie gut die Stimmung an diesem Montagmorgen war, niemand haderte, dass jetzt eine ca. 60 km lange Fahrradtour vor uns lag. Es war interessant, denn immer wieder kamen Erinnerungen hoch bei der Fahrradtour, Erinnerungen aus meiner Freie-Schule-Zeit als Kind.
Mit kleinen Pausen zwischendurch fuhren wir durch Caputh, über Ferch, Richtung Borkheide, wo wir eine große Pause machten. Gegen 17 Uhr kamen wir dann endlich in Dahnsdorf an.
Fahrrad fahren war schon früher kein Problem für mich, es macht mir einfach Spaß, vor allem bei so schönem Wetter, wie wir es hatten. Ich hätte auch noch ein paar Kilometer weiter fahren können, ich hatte diesen Sommer schon zwei Radtouren mit Freunden gemacht und war dadurch gut im Training.
Auf dem Gelände angekommen, fühlte ich mich gleich geborgen, es sah auch noch Vieles so aus, wie ich es in Erinnerung hatte.
Das Ankommen war etwas stressig, wir hatten uns ein wenig verspätet und mussten dann sehr schnell die großen Kohten und die Zelte aufbauen.
Das Küchenteam hatte auch einiges zu tun, denn bevor gekocht werden konnte, musste die Küche erst noch eingerichtet werden. Gasflaschen mussten angeschlossen werden und die Lebensmittel wurden sortiert, und dann konnte gekocht werden.
Die Kohten nahmen wir uns als erstes vor, es dauerte ein wenig, bis wir die Seitenwände befestigt hatten, da viele Kinder auch noch mit dem Aufbau ihres eigenen Zeltes beschäftigt waren. Als wir das Mittelteil, das die Kohte zusammenhält, aufgebaut hatten, ging es schnell, bis die Kohte stand.
Anschließend konnte ich mich noch meinem eigenen Zelt widmen. Es wurde auch schon langsam dunkel, doch zum Glück stand mein Zelt schon, kurz bevor es Abendessen gab.
Die Kochgruppe hatte schon gekocht, es gab Nudeln mit Tomatensauce, alle waren hungrig von der langen Fahrt und vom Aufbauen.
Nach dem Essen waren viele schon sichtlich müde, wir machten noch eine Werwolf-Runde und anschließend war Nachtruhe für die Kinder. Wir Erwachsenen saßen noch ein bisschen am Feuer, bis wir alle auch zu müde waren.

Die Angebote
Der nächste Tag startete erstmal mit dem Frühstück, um acht Uhr morgens.
Nach dem Frühstück stellten die Pädagogen ihre Angebote vor: Dafür trafen wir uns, wie bei der abendlichen Werwolf-Runde, am Feuer.
Es gab verschiedene Angebote für die Kinder, von Kochen, Einkaufen bis Wimpel basteln, ansonsten wurde noch Siebdruck angeboten und eine Gruppe kümmerte sich um das Feuerholz.
Über den Tag gab es zwei Gruppenzeiten, eine vor dem Mittagessen und eine nach der Mittagspause.
Ich war bei der Gruppe meines Einzelfallkindes dabei, um ein Auge auf ihn werfen zu können. In unterschiedliche Angebote schauten wir rein. Montag und Dienstag waren wir vormittags bei der Einkauftruppe, etwa vier Kilometer vom Gelände entfernt gibt es einen Supermarkt. Nachmittags waren wir dann bei der Feuerholzgruppe, die Arbeit bestand aus Holz holen, zersägen und sortieren. Am nächsten Tag waren wir bei Achims Angebot, er bot kreatives Schnitzen für die Kinder an. Dort entstanden sehr schöne aus Holz geschnitzte Kugelschreiber für den Sozialen Tag, geschnitzt von den Kindern.
Am Donnerstag unterstützte ich noch die Kochgruppe, was mir sehr Spaß machte. Denn ich koche einfach gerne, dazu war die Arbeitsatmosphäre schön in der Outdoor-Küche. Vor allem unsere pürierte Zucchini-Sauce kam gut an.
Am Donnerstagnachmittag fand dann noch das traditionelle Fußballspiel, Kinder gegen Erwachsene, statt. Das war sehr spaßig, denn meist entstand ein großes Knäuel von  Kindern, wenn ein Erwachsener am Ball war, das machte die Sache nicht gerade einfach.
Die Zeit nach dem Spiel nutzten wir schon mal, um das Gelände aufzuräumen und eine Kohte und einige Zelte abzubauen. Am Abend saßen wir Erwachsenen noch etwas länger am Feuer. Wir ließen die Woche mit einigen lustigen und interessanten Geschichten ausklingen.

Die Rücktour
Der Freitagmorgen war sehr kalt und ich hatte nur wenige Stunden geschlafen. Zudem hatten wir nur wenig Zeit die Zelte abzubauen, da das Gepäckauto schon früh da war.
Nachdem wir mit Frühstück fertig waren und wir das Gelände noch ein wenig aufgeräumt hatten, fuhren wir los. Unser Proviant reichte für ein ordentliches Picknick. Wir hatten glücklicherweise wie auf der Hintour schönes, sonniges Wetter.
Auf den Rädern steigerten wir etwas das Tempo und legten auch weniger Pausen ein, denn alle wollten nach Hause. Trotzdem war die Stimmung gut, wir waren zwar alle durchaus fertig von der Woche, doch niemand beschwerte sich über die lange Fahrt. Es fühlte sich so an, als wären wir durch die Hintour und von der Woche abgehärteter als noch am Montag.
Gegen 15 Uhr kamen wir in der Schule an, dort warteten die Eltern und das Gepäckauto.
So ging eine schöne Woche zu Ende, ich war durchaus erschöpft und glücklich, dass die Woche so gut verlief.

Eddie Hans Sende

Über meine Schule

Hallo, ich wurde ja, wie in meinem letzten Text erwähnt, am dem Humboldt-Gymnasium-Potsdam angenommen und habe mich gut eingelebt. Wir haben gerade unsere ersten Quartalszeugnisse gekriegt und ich habe Noten von 1 bis 3. (Ein Quartalszeugnis ist ein Blatt, was wir nach dem ersten und dem dritten Quartal, also Viertel, bekommen.)
Tschüss, euer Jurij