Lite – Kapitel 8

Hier ist also heute für euch der letzte Teil unseres Buches. Diesmal ist er nicht so lang, aber ich wollte beim letzten Mal das Kapitel 7 „rund machen“.

Auf Seite 301 heißt es übrigens nicht „Mr und Mr Owens“, sondern „Mr und Mrs Owens“, auch wenn ich da natürlich keine Vorbehalte hätte.

Und hier seht ihr, was auf Mutter Slaughters Grabstein steht:

LAUGH

Lite: Neil Gaiman

Heute erzähle ich euch ein bisschen was über Neil Gaiman, den Autoren des Buches, das wir in Lite gerade lesen: Das Graveyard Buch.

Was sich durch fast alle von Neil Gaimans Büchern durchzieht, ist die Verbindung des ganz „normalen“ Lebens mit magischen Ereignissen oder mit der Götterwelt. Und die Bücher sind, soweit ich mich erinnern kann, alle spannend und oft ganz schön gruselig. Das könnt ihr ja beim „Graveyard Buch“ miterleben. Ich finde es sehr besonders, dass Neil Gaiman auch gruselige Bücher für Kinder schreibt. Ehrlich: Ihr habt doch hin und wieder genauso mit Ängsten zu tun wie wir Erwachsenen, oder? Ich finde es gut, wenn es Geschichten, Romane und auch Filme gibt, die sich damit auseinandersetzen! Denn meistens können wir miterleben, wie sich der Held oder die Heldin des Buches mutig und klug der Angst stellt und so etwas Beeindruckendes bewirken kann – nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere. Da kann man sich oft etwas abgucken …

In der Schule habe ich mit den Kindern vor einigen Jahren Coraline gelesen. Das ist wirklich gruselig, aber ich finde, es ist ein wunderbares Buch. Es gibt dazu auch ein Comic, aber mir haben die Zeichnungen nicht so gefallen. Und es gibt einen Film. Der ist offiziell ab 6, aber meine Schulkinder meinten damals, dass sie den frühestens ab 8 empfehlen würden.

Die Regie hat Henry Selick geführt. (Das ist der Regisseur des Heiligabend-Films meiner Familie … Na, wer weiß es? Tadaa! „Tim Burton´s Nightmare Before Christmas“! Tim Burton hat dort seine besondere Ästhetik beigesteuert, und wer bisher noch nicht wusste, dass wir absolute Fans sind, weiß es jetzt.) Auch die Filmmusik von Bruno Coulais ist wirklich toll. Von mir eine absolute Filmempfehlung, wenn ihr (wie gesagt) Spannung und Grusel mögt. Hier könnt ihr ein bisschen hinter die Kulissen schauen.

Ein weiteres Buch für Kinder ist Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard. (Bei einigen Sechstklässler hat es jetzt vielleicht kurz im Kopf gebimmelt.) Dieses Buch ist auch für jüngere Kinder gut geeignet. Hier begeben wir uns – wie der Titel schon verrät – in die nordische Götterwelt. Laris hat das Buch damals vorgestellt.

Und weil Neil Gaiman die nordischen Götter ganz offensichtlich mag, hat er einige Nordische Mythen und Sagen neu erzählt. Und manche von euch kennen bereits Der Fluch der Spindel, in dem er Themen aus bekannten Märchen aufgreift und auf neue Weise darstellt. Dieses Buch wurde von Chris Riddell illustriert. Nach dem könnt ihr im Internet ja auch mal suchen. Und Interworld müsste eigentlich auch noch im Deutschraum-Regal rumstehen.

Wenn ihr neugierig geworden seid, besucht doch mal den Mouse Circus, „The Official Neil Gaiman Website for Younger Readers“. Ist natürlich auf Englisch. Dort erzählt er übrigens auch, wo sich seine Lieblings-Friedhöfe befinden.

Für Erwachsene hat er leider gar nicht so viele Romane geschrieben, sondern auch Kurzgeschichten und die Stories für viele Comics. Die sind aber wirklich noch nichts für euch. Wartet also geduldig, bis ihr erwachsen seid … Wie heißt es in der 6. Klasse bei manch einem so schön: Vorfreude ist die schönste Freude! 🤷‍♀️

Gleich geht’s weiter mit dem 7. Kapitel des „Graveyard Buches“. Hört ab 14 Uhr mal rein, wenn ihr wollt! Ihr könnt es euch natürlich auch von Neil Gaiman selbst vorlesen lassen, im „Mäusezirkus“ …

P. S.
Neil Gaiman ist übrigens verheiratet mit Amanda Palmer, einer meiner liebsten Sängerinnen. Die macht aber eher Musik für Erwachsene, und ganz sicher nicht für jeden Geschmack. Ich habe bei Bandcamp schon öfter Musik von ihr gekauft, aber alles gefällt mir auch nicht. Dennoch – für meine Sechsties habe ich hier …

… ein Radiohead-Cover!

Profi-Aufgabe: Wie ist sie denn nur darauf gekommen, mit dem Kopf im Wasser zu singen?

Lite – Kapitel 6

Wenn du bisher nicht in meinem Lite-Angebot warst, kannst du natürlich trotzdem zuhören. Dann empfehle ich dir, vorher Sabeths hervorragende Beschreibung dessen zu lesen, was wir bisher erlebt haben – wir hatten ja schon mehr als die Hälfte des Buches geschafft.

Viel Vergnügen!

Ich habe vor, den Rest des Buches vor den Ferien komplett vorzulesen. Ich bin schon dabei. Weil es mehr ist, als in eine Gruppenzeit passt, werde ich spätestens in der kommenden Woche mehrere Lite-Angebote machen. Schaut mal ab und zu in den Stundenplan, ob sich da was verändert hat.

Lite – Das Graveyard Buch

„Das Graveyard Buch“ ist ein Fantasy-Buch von Neil Gaiman.

Nobody Owens wird als kleiner Junge (er kann grade mal laufen) auf einem Friedhof von Geistern aufgenommen, seine Eltern heißen Mr. und Mrs. Owens. Silas, der in einer Kapelle auf dem Friedhof lebt, erklärt sich bereit, Bods Vormund zu sein. Silas ist kein richtiger Mensch, er geht in der Nacht raus und schläft am Tag. Wir vermuten, dass er ein Vampir ist.

Bods leibliche Eltern wurden von einem Mann namens Jack getötet, dessen Aufgabe es gewesen war, die ganze Familie zu töten. Die Eltern und die Schwester hatte er getötet, doch als er bei dem Jungen im Zimmer war und das Messer schon an seine Brust gelegt hatte, merkte der Mann namens Jack, dass es gar kein Mensch war, was da lag, sondern ein großer Teddy. Der Junge war nicht mehr in seinem Gitterbettchen.

Der kleine Junge war von einem Geräusch aufgewacht. Er war aus seinem Bettchen geklettert und raus auf den Flur gekrabbelt, er war die Treppe runter gerutscht und durch die offen stehende Tür raus in die Nebelschwaden. Er lief einfach die Straße entlang. Irgendwann kam er zu einem Friedhof. Er kletterte durch die Eisenstäbe des Tors. Auf dem Friedhof waren Geister. Eine Geisterfrau namens Mrs. Owens nahm den kleinen Jungen und wollte ihn behalten. Manche Friedhofsbewohner waren dafür, den Jungen zu behalten, und manche waren dagegen. Die Diskussion wurde von einer Dame ganz in Grau auf einem weißen Schimmel unterbrochen. Die graue Dame bringt die Toten auf die andere Seite. Sie hat beschlossen, dass der kleine Junge auf dem Friedhof bleibt. Mr. und Mrs. Owens nahmen ihn auf und Silas wurde sein Vormund. Sie beschlossen, ihn Nobody Owens zu nennen (Bod).

Bod wuchs also auf dem Friedhof auf. Silas ging auf Bildungsreise und Bod bekam eine Frau, die auf ihn aufpassen sollte: Miss Lupescu. Ihr Unterricht machte Bod keinen Spaß und plötzlich war immer ein großer grauer Hund auf dem Friedhof. In einer Nacht war Bod wütend, ging im Friedhof herum und setzte sich vor ein verwittertes Grab, wo man den Namen nicht mehr lesen konnte, und die Figur beim Grabstein war schon kaputt: eine Ghulpforte. Ghule sind übermenschliche Fabelwesen, die sich von Leichen ernähren. Ein paar Ghule entführten Bod, sie wollten ihn in die Hauptstadt der Ghule bringen, um ihn dann zu töten oder zu fressen. Bod hatte von Miss Lupescu Hilferufe in verschiedenen Sprachen gelernt. Glücklicherweise flogen da am Himmel Nachthunde. Bod schrie den Ruf, den er von Miss Lupescu gelernt hatte. Die Nachthunde sagten Miss Lupescu Bescheid und erlegten auch ein paar von den Ghulen. Miss Lupescu ist ein Hund Gottes (ein Werwolf). Als Hund Gottes kam sie und holte Bod.

Bod kann im Stockfinsteren sehen und er darf überall hingehen, weil er Ehrenbürger des Friedhofs ist. Naja, er darf fast überall hin, auf den ungeweihten Boden ganz hinten beim Friedhof, den Schindanger, darf er nicht. An einem Tag macht er es doch und trifft da eine Hexe: Liza Hempstock. Er möchte ihr einen Grabstein kaufen und kommt dabei in Schwierigkeiten. Er wird von zwei Männern im Hinterzimmer eines Antiquitätenladens eingesperrt. Liza hilft ihm dann raus, indem sie einen Zauber auf ihn legt, dass er sich unsichtbar machen kann. Bod entwischt, mit einem kleinen Farbtopf, einem Pinsel und einem Briefbeschwerer aus buntem Glas. Bod nimmt noch eine Karte, wo der Name Jack drauf steht (die Karte möchte Bod eigentlich gar nicht haben und gibt sie dann Silas) und die Brosche vom Sleer, die er gegen einen Grabstein eintauschen wollte, mit. Der Sleer bewacht die Ruhestätte von seinem Meister. Als er wieder auf dem Friedhof ist, nimmt er den Farbtopf und schreibt mit dem Pinsel auf den Briefbeschwerer:

EH (Elizabeth Hempstock).

An einem Wintertag blühten weiße Blumen auf dem Friedhof. Nur alle 80 Jahre blühen diese Winterblumen: am Danse Macabre. Die Bürgermeisterin aus der Stadt musste sie abschneiden, und sie wurden an die Bürger verteilt. Auf dem Friedhof machte niemand was mit Bod. Bod hörte Musik, er lief ihr nach und auf dem Marktplatz war es am lautesten. Als es Abend wurde, kamen die Toten zum Tanz auf den Marktplatz und die Toten tanzten mit den Lebendigen, es war ein wilder und ausgefallener Tanz. Obwohl Bod nicht wusste, wie der Tanz geht, konnte er alle Schritte, die Füße tanzten ganz von allein. Als die Sonne langsam aufging, verschwanden die Bewohner des Friedhofs. Wen Bod auch fragte, was das letzte Nacht gewesen war, keiner antwortete ihm, nicht mal seine Eltern und auch nicht Silas. Ein kühler Luftzug und Bod hatte alles wieder vergessen.

Mit 13 oder 14 fragte Bod Silas, ob er in eine Schule gehen dürfe. Silas suchte ihm eine Schule und Bod ging in die 8. Klasse. Bod gefällt es in der Schule. Aber er hat Streit mit Kindern aus seiner Klasse angefangen und jetzt ist er nicht mehr so unscheinbar wie am Anfang. Als er neu war, konnte er einfach nur dasitzen und keiner bemerkte ihn, er wurde noch nicht mal ins Klassenbuch geschrieben, aber jetzt kennt ihn die halbe Schule. Silas hatte ihn davor gewarnt, Aufsehen zu erregen. Nun wollte Silas, dass Bod nicht mehr zur Schule ging, aber Bod war das egal …

Mittwoch um eins geht es weiter!

Das Neinhorn

Im Dezember hat Birgit uns ein Buch vorgelesen. Es heißt „Das Neinhorn“. Es geht um ein Einhorn, was von den Reimen und dem süßen, pinken Glitzer-Zeug genervt war. Deswegen haut es von zu Hause ab. Irgendwann trifft es den Wasbär. (Er sagt immer: „Was?“) Sie freunden sich an und treffen den Nahund. ( Er sagt immer: „Na und?“) Dann retten sie die Königsdochter aus dem Turm. (Sie sagt immer: „Doch!“) Später werden die vier beste Freunde und quatschen. Und das klingt dann so:

Nein!

DOCH!

Was?

Na und?

Doch!!!

Na und?

NEIN!!!

WAS?!

Das Buch ist gut für Kinder und Erwachsene geeignet. Es ist lustig und hat viele tolle Bilder.

Am Ende haben wir lustige Figuren gemalt.

Rosalie und Trüffel

In dem Buch geht es um zwei total süße Ferkel, die sich unter einem Apfelbaum verlieben. Ihre Freunde behaupten aber, dass sie nicht zueinander passen und dass sie nicht gut genug sind.

Es geht also darum, dass man sich nicht für andere verändern soll und dass man so bleiben sollte, wie man ist.

Das Buch ist gut zum Vorlesen und hat viele Bilder. Es ist ein tolles Buch für jedes Alter.